Die Fronbergsage der Elsbeth vom Fronhof

Der Überlieferung nach, lebte im Jahr um die 1520 also vor über 500 Jahren eine wohlhabende Adelige namens Elsbeth vom Fronhof in Horchheim. 

Diese hatte eine außereheliche Liebschaft aus welcher ein Kind entstand.   

Aus Angst vor Verstoßung so die Sage, habe sie ihren Säugling in einem Brunnen ertränkt. 

Für diese Tat wurde die Kindsmörderin zur Sühne selbst zum Tode verurteilt und sollte den Tod im selbigen Brunnen finden.

Das Urteil wurde nach der Überlieferung auf dem heutigen Fronberg vollstreckt.

Ab hier gehen die Überlieferungen einwenig auseinander. 

Die eine besagt:

Das Elsbeth vom Fronhof im Angesicht des Todes ihr gesamtes Hab und Gut an die Dorfgemeinschaft vermachte mit der Bitte einmal im Jahr die Schulkinder Horchheims davon zu Speisen und für ihr Seelenheil zu beten.

Was bis zum heutigen Tag bestand hat.

Die andere:

Das Elsbeth vom Fronhof keine Erben besass und aus diesem Grund ihr gesamtes Hab und Gut an die Dorfgemeinschaft übergegangen ist und diese davon jedes Jahr bis zum heutigen Tag einmal die Schulkinder speisen und als Dank wird für das Seelenheil der Kindsmörderin an ihrer Hinrichtungsstätte gebetet.  

Weiter werden, der Überlieferung nach, fort an jedes Jahr aufs neue, einmal im Jahr Wecken gebacken und diese werden an die Kinder Horchheims verteilt.

Auch stammtem, laut der Überlieferung, das Getreide, aus welchem die Wecken gebacken wurden, von den Äckern aus der Erbschaft der Elsbeth vom Fronhof.

Nachdem die Kinder des Dorfes für das Seelenheil der Kindsmörderin auf dem Fronberg gebeten haben, erhalten sie als Dank einen Wecken.  

Informationen_Elsbeth_von_Fronhof.pdf 365 KB

Hier entstand auch die einzigartige Geschichte des Horchheimer Dreizackweck oder auch Sommertagsweck. Mehr über den Weck erfahrt ihr hier:

Bis zum heutigen Tage feiert Horchheim jedes Jahr am Sonntag Laetare (der Sonntag 21 Tage vor Ostersonntag) diese Überlieferung an seinem Sommertag.